Lieder

Von meinem Großvater kenne ich, dass man Gedichte schreibt. Ich war damals zu jung, um mit ihm darüber zu sprechen, woher sein Bedürfnis kam, sich in Reimen auszudrücken. Mich hat das Dichten jedenfalls fasziniert und ich war noch Grundschüler, als ich es selbst versuchte.

 

Zur Musik fand ich erst sehr viel später. Das Schlüssel- erlebnis hierzu liegt kurz vor meinem fünfzigsten Geburtstag. Ein Arbeitskollege hatte zu einer Feier eingeladen, die aus einem mehrstündigen Konzert mit Beiträgen der verschiedensten Musikrichtungen bestand. Er selbst mischte bei allen auftretenden Bands und Formationen mit.

 

Dieser Abend hat mich dazu ermutigt, Liedtexte zu verfassen und zu komponieren. Der Rhythmus der Musik zwingt der Sprache eine stärkere Struktur auf, als es beim reinen Textdichten der Fall ist. Ich finde mich gerne in diese Disziplin ein und selber zu komponieren bedeutet, dass man den kreativen Prozess der Entstehung in gegenseitiger Beeinflussung erlebt: Worte, die sich nicht in die Musik einfügen wollen und Musik, die die Worte nicht trägt.